Docker-Schulungen abgeschlossen
Von Michael Wutzke, , aktualisiert
Docker ist eine Softwaretechnik, mit der man Anwendungen anders entwickelt und bereitstellt als früher. Das Besondere an Docker: Die jeweilige Anwendung selbst ist in einem Docker-Container gekapselt. Dieser Container ist ein auf das Nötigste reduziertes Betriebssystem, das nur die jeweilige Anwendung enthält.
Früher waren Anwendungen vor allem an bestimmte Hardware-Server gebunden. Mit Docker können Sie eine Anwendung zwischen verschiedenen Systemen verschieben. Das vereinfacht das Deployment eines Systems stark.
Vorgehen ohne Docker
Vor Docker lief es meist wie bei Software auf Desktop-Rechnern. Ohne Docker installieren Sie eine bestimmte Version einer Software auf einem Server, etwa ein Datenbanksystem. Damit sind Sie immer an die Grenzen und Eigenheiten dieser Software gebunden. Wenn Sie zum Beispiel mehrere Datenbanken in verschiedenen Versionsständen verwalten müssen, kommt es ohne Docker schnell zu Konflikten und Komplikationen. Hier hilft Docker.
Vorgehen mit Docker
Mit Docker ist die Datenbanksoftware (etwa MySQL) gekapselt: Jede Software startet in einem konfigurierbaren Docker-Container, der sein eigenes reduziertes Betriebssystem mitbringt. Ein Container startet dadurch schnell, ist klein und abgeschottet. Technische Versionskonflikte kann es nicht geben, denn die Software ist die einzige, die in ihrer Welt läuft, dem Docker-Container. Brauchen Sie verschiedene Versionen einer Datenbanksoftware, starten Sie einfach verschiedene Docker-Container … einzeln oder parallel.
In der Regel besteht eine Anwendung aus mehreren Komponenten: Webserver, Middleware, Datenbank und so weiter. In einem Docker-System bekommt jede dieser Komponenten ihren eigenen Container. Damit ist das oben genannte Problem der Abschottung gelöst. Sie können außerdem ein defektes Live-System schnell auf ein Testsystem übertragen, dort auseinandernehmen und untersuchen. Oder Sie skalieren Ihre Anwendung, zum Beispiel mit AWS.
Im Dezember 2019 habe ich mehrere Docker-Schulungen absolviert und Docker bereits privat genutzt. Jetzt will ich Docker auch beruflich intensiv einsetzen.