KI und der Tod des (freien) Internets
Von Michael Wutzke,
Immer mehr Inhalte im Internet entstehen in Masse, nur um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Vieles davon läuft automatisch: KI-generierter Schrott („AI Slop“) und Köder für Klicks und Likes, die Relevanz nur vortäuschen. Das Netz wirkt dadurch weniger vertrauenswürdig und weniger persönlich. Dazwischen sitzen die Tech-Konzerne als Vermittler.
Die ARTE-Dokumentation „KI und der Tod des Internets“ greift diese Sorge auf. Sie zeigt, wie KI-Schrott und Inhalte von Bots die Feeds der sozialen Netzwerke überfluten, und fragt, ob das Internet zu einem künstlichen Raum wird. Ich empfehle, sie ganz anzusehen.
Ein Satz von Emanuel Maiberg ist mir im Kopf geblieben: „Im Moment ist die Lösung eine direktere Verbindung von Mensch zu Mensch.“ Systeme filtern und imitieren einen immer größeren Teil unserer Kommunikation. Seine Antwort darauf ist Vertrauen zwischen echten Menschen.
Damit bleibt eine Frage an jeden von uns: Wem vertrauen Sie im Netz, wo und wie?