Datenqualität zu sichern ist eine Herausforderung
Eine Datenbank ist nur so verlässlich wie das schwächste Programm, das in sie schreibt. In vielen Unternehmen geben Menschen Daten über eine Anwendung ein, die jede Änderung prüft. Import-Skripte und automatische Jobs schreiben dagegen direkt in die Tabellen. Ihre Datensätze kommen ohne Quelle, ohne Urheber und ohne Verlauf an, und später kann niemand sagen, woher eine Zahl stammt oder wer sie geändert hat.
KI-Agenten vergrößern diese Lücke. Sie schreiben schneller und in größeren Mengen als jedes Skript, und oft sieht ihnen niemand bei der Arbeit zu. Ein Datenspeicher, der zu jedem Fakt Quelle, Urheber und Zeit festhält, verliert alle drei, sobald ein Programm an seinen Prüfungen vorbei schreibt.
Beim Lesen stellt sich dasselbe Problem. Die Quellen, aus denen ein Unternehmen schöpft, von Websites bis zu Lieferantendaten, enthalten immer mehr Text, den eine KI erzeugt hat, und manches davon ist falsch. Ein Agent, der aus so einer Quelle liest und das Ergebnis in eine Datenbank schreibt, macht aus einer Vermutung einen Datensatz.
Eine Regel für jeden, der schreibt
Mein Ansatz ist eine einzige Regel: Jedes Programm, das schreibt, durchläuft dieselben Prüfungen wie ein menschlicher Redakteur. Eine Änderung braucht eine Quelle, sie hält fest, wer sie gemacht hat, und sie bewahrt die Fassung, die sie ersetzt. Ein Import-Skript ist so ein Schreiber, ein KI-Agent auch. Jedes Programm bekommt nur die Rechte, die seine Aufgabe braucht, und schreibt unter einem eigenen Konto. So lässt sich ein fehlerhafter Stapel zurückverfolgen und rückgängig machen. Die Regel gilt auch auf dem Weg hinein: Jeder Fakt behält die Quelle, aus der er gelesen wurde, und ein Fakt aus einer ungeprüften Quelle bleibt als ungeprüft markiert.
Was die Regel kostet
Ein geprüfter Weg ist langsamer, als direkt in die Datenbank zu schreiben, und er verlangt Disziplin, wenn eine Frist drängt. Diesen Preis nehme ich in Kauf. Einen Datensatz ohne Quelle kann später niemand mehr prüfen.
Warum die Frage offen ist
Die meiste Unternehmenssoftware wurde für Menschen gebaut, die tippen und klicken. Wie Maschinen begrenzte, überprüfbare Rechte bekommen, gemeinsame Daten zu ändern, und wie ein System eine verlässliche Quelle von einer erzeugten unterscheidet, sind noch offene Entwurfsfragen. KI-Agenten machen sie zu alltäglichen. Ich arbeite daran in Kundenprojekten für Informationsplattformen.
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