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Blockchains benötigen Finanzdaten

Von Michael Wutzke,

Outsourcing-Partner für Oracles: Blockchain-Oracle-Betrieb auslagern, Oracle-Dienst eines Frankfurter Fintechs, Finanzdaten on-chain

Anfang 2023 habe ich die Einführung einer neuen Art von Lösung für Finanzdienstleister begleitet: den Oracle-Dienst des Frankfurter Unternehmens Blocksize Capital. Damit können Unternehmen Aufbau und Betrieb der IT-Infrastruktur für Marktdaten auf Blockchains an die Oracle-Fachleute des Unternehmens auslagern. Das Unternehmen ist seit mehr als 3 Jahren erfolgreich im Oracle-Markt tätig und heute mit beachtlichem Umsatz einer der größten Oracle-Betreiber weltweit. Zu seinen Kunden in diesem Geschäftsfeld zählen bekannte Institutionen, die Marktdaten „on-chain“ bereitstellen oder bereitstellen wollen.

Wozu brauchen Blockchains überhaupt Daten?

Technisch sind Blockchains enorm leistungsfähig, ihre Komplexität macht die Entwicklung von Lösungen aber schwierig. Smart Contracts können zwar mit API-Endpunkten kommunizieren. Jeder „off-chain“-Endpunkt ist aber, anders als die Blockchain selbst, ein „Single Point of Failure“.

Blockchains mit Unterstützung für Smart Contracts haben unglaublich viele Anwendungsmöglichkeiten, begrenzt nur durch den Einfallsreichtum der Entwickler. Nicht wenige Beobachter trauen Blockchains deshalb zahlreiche Neuerungen im Finanzbereich zu: Derzeit verdienen dort viele Intermediäre gutes Geld mit ihrer Verwaltungsfunktion.

Das Problem der Dezentralisierung

Aus Sicht einer dezentralen Blockchain ist einem API-Endpunkt nicht zu trauen: Die Schnittstelle könnte offline sein, gehackt werden oder versehentlich falsche Daten senden. Oracle-Netzwerke wie Chainlink, Pyth Network und SupraOracles lösen dieses Problem: Die Daten werden meist dezentral über mehrere Endpunkte und mehrere Oracles zusammengeführt. Am Ende sollen so verlässliche Daten „on-chain“ verfügbar sein.

Die Herausforderung: Finanzdaten auf Blockchains bereitstellen

Immer mehr Datenanbieter spielen derzeit mit dem Gedanken, ihre eigenen Daten über Oracles auf Blockchains anzubieten. Interessant ist das für Kryptomarktdaten, aber auch für Börsendaten, ESG-Daten, Ratingdaten, Wetterdaten oder andere Informationen. Bei „On-Chain“-Daten ist der Trend eindeutig.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft aber eine große Lücke: In der Regel haben die Datenanbieter wenig oder gar keine Erfahrung mit Blockchain-Technologie. Das Thema ist außerdem komplex. Theoretisches Beratungswissen reicht nicht, hinzu kommen weitere Hürden wie rechtliche Fragen oder die praktische Umsetzung des Oracles.

Die Lösung: Oracles von Fachleuten bauen lassen

Das Unternehmen hat den Trend zu Blockchain-Oracles schon 2022 erkannt und daraus eine Lösung entwickelt. Mit diesem Oracle-Dienst können Datenanbieter Konzeption, Aufbau und Betrieb von Oracles auslagern. Die Idee ist einfach: Der Kunde bringt das Wissen und die Daten mit, den Rest setzt er gemeinsam mit dem Unternehmen um. Neben einem fehlerfreien Betrieb des Oracles kann der Kunde zahlreiche unterstützende Leistungen erwarten:

  • Whitelisting: Nur Entwickler von Smart Contracts, die den KYC-Prozess des Unternehmens durchlaufen haben, dürfen die Daten verarbeiten.
  • Know Your Transaction: Jede Anfrage an ein Oracle kann eine Compliance-Prüfung durchlaufen, die Aktivitäten mit hohem Risiko erkennt.
  • Datenverschlüsselung: On-Chain-Daten lassen sich optional verschlüsseln, sodass nur Nutzer mit dem passenden Schlüssel sie lesen können.
  • Token-to-Fiat Bridge: Oracle-Betreiber verdienen Token, indem sie Daten on-chain verkaufen. Das Unternehmen bietet einen Dienst, der die Token-Einnahmen automatisch in jede Fiat-Währung umtauschen kann, etwa in US-Dollar. So müssen sich Kunden im eigenen Haus weder um Währungsumrechnungen noch um die steuerlichen Folgen von Token-Einnahmen kümmern.
  • Finanzberichte: Alle Token-Einnahmen eines Oracles brauchen eine vertrauenswürdige Bewertung, zum Beispiel in US-Dollar. Die Token-Einnahmen des Oracles lassen sich deshalb an die Preis-Feeds des Unternehmens anbinden, damit die Berichte über Token den steuerlichen Anforderungen entsprechen.

Mit diesem Oracle-Dienst haben Anbieter von Finanzmarktdaten nun einen einfachen Weg, Daten auf Blockchains zu Geld zu machen.

Das Henne-Ei-Problem ist gelöst

Mit dem Start des Blockchain-Oracles endet die Arbeit des Unternehmens nicht: Mit Dokumentation und gezielter Ansprache von Entwicklern und Blockchain-Teams erzeugt es Nachfrage nach den bereitgestellten Informationen. Auch hier hat das Unternehmen eine Stärke, denn das Team für den Node-Betrieb verfügt seit 2019 über ein großes Netzwerk an Entwicklern.

Details: Node-Betrieb für ein Oracle-Netzwerk