Welche der AWS-Zertifizierungen ist die richtige?
Von Michael Wutzke, , aktualisiert
Wer sich die Cloud-Technologien von AWS (Amazon Web Services) genauer ansieht, stößt schnell an seine Grenzen. Der Einstieg in Dienste wie EC2 und Route 53 gelingt auch ohne Schulung, solange man die nötigen Grundkenntnisse in Aufbau und Verwaltung von Websites mitbringt.
Wer aber mit dem Gedanken spielt, AWS professioneller zu nutzen, kommt an Schulungen und Weiterbildung nicht vorbei. Denn es gibt inzwischen mehr als 1.000 AWS-Dienste, und jeder davon kann auf irgendeine Weise mit anderen zusammenarbeiten. Wer AWS im Beruf einsetzt, sollte deshalb über eine AWS-Zertifizierung nachdenken.
Wer neu im Thema ist und die AWS-Zertifizierungen nicht kennt, ist schnell überfordert von dem, was es gibt, und von der Frage, in welcher Reihenfolge die AWS-Schulungen sinnvoll sind. Welche Schulung die richtige ist, hängt natürlich vom eigenen Vorwissen ab. Je mehr Wissen Sie schon haben, desto leichter verstehen Sie die einzelnen Lernpfade. Trotzdem gibt es ein paar Tipps, welche Schulungen Sie besuchen sollten.
Haben Sie als Nutzer wenig praktisches Vorwissen mit AWS, sollten Sie auf jeden Fall die Zertifizierung zum AWS Certified Cloud Practitioner machen. Diese Schulung gibt einen Überblick über alle verfügbaren AWS-Dienste und zeigt anderen, dass Sie die Produkte grundsätzlich kennen. Die Zertifizierung richtet sich nicht nur an IT-Fachleute: Auch Menschen aus anderen Bereichen als der IT können damit ihr Wissen über AWS-Produkte belegen. Für die Zertifizierung zum AWS Cloud Practitioner sollten Sie mindestens 6 Monate Erfahrung mit AWS gesammelt haben.
Mit diesem Grundwissen wählen Sie laut Diagramm eine der nächsten Zertifizierungen, wenn Sie tiefer in die Verwaltung von Amazon Web Services einsteigen wollen. Wer aus der klassischen Systemadministration kommt, dem ist der Weg zum AWS Solutions Architect zu empfehlen. Ein klassischer Softwareentwickler sollte sich dagegen eher für die Zertifizierung zum AWS DevOps Engineer entscheiden.
Die Associate-Stufen sind die Einstiegsprogramme und bereiten AWS-Nutzer auf die schwierigen Professional-Zertifizierungen vor. AWS empfiehlt mindestens ein Jahr praktische Erfahrung als Cloud Practitioner, bevor man eine Associate-Zertifizierung angeht. In dieser Zeit sollten Sie aber auch intensiv mit verschiedenen AWS-Diensten gearbeitet haben.
Haben Sie eine oder mehrere Associate-Zertifizierungen bestanden, sollten Sie sich die Details der Aufgabenfelder im Lernpfad genauer ansehen. Erst dann sollten Sie eine Professional-Zertifizierung beginnen (AWS empfiehlt mindestens zwei Jahre Erfahrung). Diese „Wartezeit“ können Sie gut nutzen, um sich mit einem der Spezialgebiete zu beschäftigen.


Die Zertifizierungen namens AWS Specialty belegen, dass Sie sich in diesen Produktbereichen auskennen. Unterschätzen sollte man diese Schulungen aber nicht, sie sind anspruchsvoller als die Associate-Stufen. Zu diesen Schulungen gehören:
- AWS Advanced Networking Specialty
- AWS Big Data Specialty
- AWS Security Specialty
- AWS Machine Learning Specialty
- AWS Alexa Skill Builder Specialty
Mehr zu den AWS-Zertifizierungen finden Sie hier:
Offizielle Website der AWS-Zertifizierungen
Schwierigkeit der AWS-Zertifizierungen
